Kategorie: MamaSein

MamaSein erzählt über unser tägliches Leben als Familie. ich berichte über meine persönlichen Erfahrungen mit Familie und dem Leben. Wie funktioniert es mit 3 Kindern Selbstständig zu sein. Wie organisiert man sich?

Warum viele Fitnesstrainerinnen nie richtig Urlaub machen – und warum das ein Fehler ist

Warum viele Fitnesstrainerinnen nie richtig Urlaub machen – und warum das ein Fehler ist

Wer als Fitnesstrainerin arbeitet, kennt das Gefühl:

Die Sommerferien stehen vor der Tür und statt Vorfreude auf Erholung beginnt oft das Grübeln.

Kann ich überhaupt Urlaub machen?

Was passiert mit meinen Teilnehmern?

Kommen sie danach wieder?

Melden sie sich vielleicht woanders an?

Diese Gedanken kenne ich gut. Und ich weiß, dass viele Trainerinnen genau deshalb jahrelang kaum Ferien machen.

Dabei ist genau das langfristig einer der größten Fehler.

Trainerinnen sind keine Maschinen

Wir begleiten Menschen.

Wir motivieren.

Wir planen Kurse.

Wir organisieren.

Wir hören zu.

Wir tragen Verantwortung.

Und genau deshalb brauchen wir Erholungsphasen.

Trotzdem haben viele Trainerinnen das Gefühl, ständig verfügbar sein zu müssen.

Als würde jede Woche Kursausfall sofort zum Verlust von Teilnehmern führen.

Meine Erfahrung aus vielen Jahren Kursarbeit zeigt etwas anderes.

Professionelle Anbieter planen Ferien

Bei superMAMAfitness gibt es seit vielen Jahren feste Ferienzeiten.

Insgesamt finden etwa sechs Wochen im Jahr keine regulären Kurse statt.

Die Ferien verteilen sich auf:

  • Osterferien
  • Sommerferien
  • Herbstferien
  • Weihnachtsferien

Das kommunizieren wir offen und frühzeitig.

Die Teilnehmer wissen das.

Und sie akzeptieren es.

Warum?

Weil professionelle Angebote professionelle Strukturen brauchen.

Ein interessanter Vergleich

Musikschulen schließen in nahezu allen Schulferien.

Viele sind zusätzlich an Brückentagen geschlossen.

Trotzdem bezahlen die Kunden ihre Beiträge weiter.

Niemand erwartet, dass eine Musiklehrerin 52 Wochen im Jahr unterrichtet.

Warum sollten wir als Trainerinnen andere Maßstäbe an uns selbst anlegen?

Ferien schaffen Qualität

Erholung ist kein Luxus.

Erholung ist eine Voraussetzung für gute Arbeit.

Wer dauerhaft ohne Pause arbeitet:

  • verliert Energie
  • verliert Kreativität
  • verliert Freude am Beruf

Wer dagegen bewusst Auszeiten einplant, kann langfristig bessere Kurse anbieten und Menschen besser begleiten.

Mein Tipp für Trainerinnen

Plane deine Ferien frühzeitig.

Kommuniziere sie klar.

Stehe dazu.

Und betrachte Ferien nicht als Schwäche, sondern als Teil eines professionellen Geschäftsmodells.

Denn Gesundheit als Beruf bedeutet nicht nur, sich um die Gesundheit anderer zu kümmern.

Sondern auch um die eigene.

Ich habe gedacht, mein Körper sei kaputt

Beckenbodentraining

Als ich zum ersten Mal mit Frauen über ihren Beckenboden gearbeitet habe, dachte ich noch, es ginge um Muskeln.

Heute weiß ich:

Es geht um viel mehr.

Denn die meisten Frauen kommen nicht zu uns und sagen:

„Mein Beckenboden ist zu schwach.“

Sie sagen:

„Irgendetwas stimmt nicht mehr mit meinem Körper.“

Manche erzählen von Rückenschmerzen.

Andere von Druckgefühlen.

Wieder andere davon, dass sie beim Husten Urin verlieren.

Viele sprechen es nicht einmal aus.

Sie schämen sich.

Sie glauben, sie seien die Einzigen.

Und fast alle stellen irgendwann dieselbe Frage:

„Ist das jetzt einfach so?“

Nach einer Geburt verändert sich vieles.

Nicht nur körperlich.

Auch das Vertrauen in den eigenen Körper kann verloren gehen.

Plötzlich fühlt sich alles anders an.

Der Bauch.

Die Haltung.

Die Kraft.

Die Mitte.

Manche Frauen haben das Gefühl, ihr Körper gehöre ihnen nicht mehr.

Sie funktionieren.

Aber sie fühlen sich nicht mehr verbunden.

Genau deshalb beginnt unsere Arbeit nicht mit Übungen.

Sie beginnt mit Zuhören.

Mit Spüren.

Mit Verstehen.

Denn wie soll eine Frau einen Muskel trainieren, den sie gar nicht wahrnimmt?

Wie soll sie Vertrauen entwickeln, wenn sie ständig das Gefühl hat, ihr Körper hätte sie im Stich gelassen?

In den sozialen Medien wird oft suggeriert, ein paar Übungen würden alles lösen.

Drei Minuten am Tag.

Fünf magische Tricks.

Zehn Wiederholungen.

Fertig.

Doch die Realität sieht anders aus.

Ein Beckenboden ist kein Fitnessgerät.

Er ist Teil eines komplexen Systems.

Er reagiert auf Atmung.

Auf Stress.

Auf Haltung.

Auf Bewegung.

Auf unser gesamtes Leben.

Deshalb erleben wir immer wieder etwas Faszinierendes:

In dem Moment, in dem eine Frau beginnt, ihren Körper wieder wahrzunehmen, verändert sich etwas.

Nicht nur körperlich.

Auch emotional.

Aus Unsicherheit wird Verständnis.

Aus Angst wird Vertrauen.

Aus Frust wird Handlungskraft.

Und erst dann entsteht echte Veränderung.

Vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft:

Dein Körper ist nicht kaputt.

Er spricht mit dir.

Und manchmal beginnt Heilung nicht mit Anstrengung.

Sondern mit Aufmerksamkeit.

Das erleben wir seit vielen Jahren in der superMAMAfitness Akademie.

Bei tausenden Frauen.

Und jede einzelne Geschichte erinnert uns daran, dass Beckenbodentraining nie nur Muskeltraining ist.

Es ist oft der Weg zurück in die Verbindung mit dem eigenen Körper.

Beckenbodentraining

Beckenbodentraining erst Spüren dann kräftigen

Warum Kraft erst der dritte Schritt ist

Wer heute nach Beckenbodentraining sucht, findet unzählige Übungen: Anspannen, halten, loslassen. Oft wird vermittelt, dass ein starker Beckenboden vor allem eine Frage der Muskelkraft sei.

Doch die Praxis zeigt etwas anderes.

In der superMAMAfitness Akademie begleiten wir seit vielen Jahren Frauen in der Schwangerschaft, nach der Geburt und darüber hinaus. Tausende Frauen haben unsere Kurse durchlaufen. Dabei zeigt sich immer wieder: Kraft allein ist selten das eigentliche Problem.

Der erste Schritt ist nicht das Training.

Der erste Schritt ist die Verbindung.

Der Beckenboden ist mehr als ein Muskel

Der Beckenboden besteht aus mehreren Muskelschichten und arbeitet nie isoliert. Er steht in enger Verbindung mit der Atmung, dem Zwerchfell, der Bauchwand, der Wirbelsäule und dem gesamten Haltungssystem.

Deshalb reicht es oft nicht aus, einfach nur zu lernen, den Beckenboden anzuspannen.

Viele Frauen wissen zunächst gar nicht, wo ihr Beckenboden liegt, wie er sich anfühlt oder ob sie ihn überhaupt bewusst wa satz.

Die wissenschaftliche Evidenz spricht weiterhin klar für gezieltes Beckenbodenmuskeltraining.

Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass Frauen oft mehr benötigen als reine Kräftigungsübungen.

Sie brauchen zunächst Zugang zu ihrem Körper.

Sie brauchen Wahrnehmung.

Sie brauchen Verständnis.

Und sie brauchen anschließend ein systematisches Training.

Deshalb beginnt unsere Methode nicht mit Kraft.

Sie beginnt mit Verbindung.

Fazit

Ein funktioneller Beckenboden entsteht nicht durch Anspannung allein.

Er entsteht durch das Zusammenspiel von Wahrnehmung, Atmung, Bewegung und Kraft.

Deshalb führen wir Frauen Schritt für Schritt durch diesen Prozess:

  1. Atmen und verbinden.
  2. Wahrnehmen und verstehen.
  3. Kraft aufbauen und in den Alltag übertragen.

Dieses Vorgehen hat sich in unserer Arbeit mit tausenden Frauen bewährt.

Nicht weil es einem Trend folgt.

Sondern weil es die Physiologie des Körpers respektiert und gleichzeitig die wissenschaftliche Evidenz zum Beckenbodentraining berücksichtigt.

Freiberuflich oder Gewerbe? Die Frage, an der fast alle Trainerinnen hängen bleiben

„Muss ich eigentlich ein Gewerbe anmelden?“

Das ist meistens eine der ersten Fragen, die Frauen nach ihrer Ausbildung stellen.

Und ehrlich:
Die Verwirrung ist komplett verständlich.

Denn kaum eine Trainerausbildung erklärt, wie der berufliche Einstieg organisatorisch wirklich funktioniert.

Stattdessen landen viele Frauen nachts auf Google, lesen widersprüchliche Forenbeiträge und sind danach oft noch unsicherer als vorher.

Vor allem Mütter, die nebenberuflich starten möchten, haben häufig Angst:

  • etwas falsch zu machen,
  • Probleme mit dem Finanzamt zu bekommen,
  • oder sich finanziell zu übernehmen.

Dabei ist der Einstieg oft deutlich einfacher, als viele denken.

Warum diese Frage überhaupt so wichtig ist

Ob du freiberuflich arbeitest oder ein Gewerbe anmeldest, hat Auswirkungen auf:

  • deine Anmeldung beim Finanzamt,
  • mögliche Gewerbesteuer,
  • Buchhaltung,
  • Versicherungen,
  • Rechnungsstellung,
  • und teilweise auch auf deine Außenwirkung.

Das Problem:
Im Fitness-, Yoga- und Gesundheitsbereich gibt es keine pauschale Antwort.

Denn es kommt darauf an,
WAS du genau anbietest.

Warum viele Trainerinnen verunsichert sind

Viele Frauen unterrichten heute nicht nur „klassische Kurse“.

Sie kombinieren:

  • Präventionskurse,
  • Personal Training,
  • Onlinekurse,
  • Workshops,
  • Retreats,
  • Ernährungsbegleitung,
  • Coaching,
  • digitale Produkte,
  • oder Social-Media-Angebote.

Und genau dadurch verschwimmen die Grenzen.

Denn steuerlich wird teilweise unterschieden zwischen:

  • lehrender Tätigkeit,
  • gesundheitlicher Prävention,
  • gewerblichen Angeboten,
  • Coaching,
  • Verkauf,
  • oder Veranstaltungsformaten.

Deshalb hören viele Frauen komplett unterschiedliche Aussagen.

Und genau das sorgt für Unsicherheit.

Freiberuflich bedeutet nicht automatisch „einfacher“

Viele glauben:
„Freiberuflich wäre besser.“

Aber so pauschal stimmt das nicht.

Wichtiger ist:
Dass deine Tätigkeit sauber aufgebaut ist,
du deine Einnahmen dokumentierst
und deine Angebote klar formulierst.

Denn die meisten Probleme entstehen nicht,
weil Frauen „die falsche Anmeldung“ gewählt haben.

Sondern weil sie:

  • ohne Struktur starten,
  • Rechnungen chaotisch schreiben,
  • Einnahmen nicht dokumentieren,
  • oder beruflich und privat komplett vermischen.

Was viele Frauen am Anfang vergessen

Der eigentliche Stress beginnt oft nicht beim Gewerbe.

Sondern viel früher.

Zum Beispiel bei Fragen wie:

  • Wie kalkuliere ich meine Preise?
  • Was bleibt nach Steuern wirklich übrig?
  • Wie viele Teilnehmer brauche ich überhaupt?
  • Kann ich davon nebenberuflich leben?
  • Was passiert bei Krankheit?
  • Welche Versicherung brauche ich?
  • Wie viel Arbeitszeit steckt hinter einem Kurs?

Denn ein Kurs besteht nicht nur aus 60 Minuten Training.

Dazu kommen oft:

  • Vorbereitung,
  • Organisation,
  • Kommunikation,
  • Marketing,
  • Buchhaltung,
  • Weiterbildung,
  • Anfahrt,
  • Nachbereitung.

Und genau deshalb verdienen viele Trainerinnen am Anfang deutlich weniger als gedacht.

Nicht weil sie „zu teuer“ sind —
sondern weil sie ihren tatsächlichen Aufwand unterschätzen.

Gerade Mütter starten oft mit viel zu niedrigen Preisen

Das beobachte ich seit Jahren.

Viele Frauen kalkulieren emotional.
Nicht wirtschaftlich.

Sie denken:
„Ich möchte bezahlbar bleiben.“
„Ich kann doch nicht so viel verlangen.“
„Andere nehmen weniger.“

Aber gleichzeitig erwarten sie:

  • Flexibilität,
  • Vereinbarkeit,
  • finanzielle Sicherheit,
  • Wertschätzung,
  • und langfristig vielleicht sogar berufliche Freiheit.

Das funktioniert nicht,
wenn man dauerhaft unter dem eigenen Wert arbeitet.

Nebenberuflich starten ist oft der klügere Weg

Und genau deshalb halte ich nichts von diesem:
„Kündige deinen Job und spring einfach.“

Die meisten stabilen Selbstständigkeiten entstehen Schritt für Schritt.

Mit:

  • einem Kurs,
  • ersten Erfahrungen,
  • kleinen Gruppen,
  • echten Rückmeldungen,
  • klaren Strukturen,
  • und wachsender Sicherheit.

Nicht über Nacht.

Was du wirklich brauchst

Nicht noch mehr Chaos.

Sondern:

  • verständliche Informationen,
  • klare nächste Schritte,
  • realistische Kalkulation,
  • und einen ehrlichen Blick auf die Praxis.

Denn Selbstständigkeit im Gesundheitsbereich bedeutet nicht nur,
Menschen zu begleiten.

Sondern auch:
deine Arbeit wirtschaftlich tragen zu können.

Und genau darüber sollten viel mehr Ausbildungen sprechen.

Warum dich deine Trainerausbildung nicht auf die Selbstständigkeit vorbereitet hat

Warum dich deine Trainerausbildung nicht auf die Selbstständigkeit vorbereitet hat

Du hast deine Ausbildung gemacht.

Vielleicht als Yogalehrerin.
Vielleicht als Pilatestrainerin.
Vielleicht im Bereich Prävention, Fitness oder Beckenboden.

Du hast gelernt,
wie man Stunden aufbaut,
wie Bewegung funktioniert,
wie man Menschen begleitet,
wie man korrigiert,
motiviert,
anleitet.

Und trotzdem sitzt du irgendwann zuhause und denkst:

„Okay … aber wie mache ich daraus jetzt eigentlich einen Beruf?“

Genau das erleben unglaublich viele Frauen nach ihrer Ausbildung.

Nicht, weil sie unfähig sind.
Nicht, weil sie „nicht bereit“ wären.
Sondern weil ihnen ein entscheidender Teil nie beigebracht wurde:

Wie Selbstständigkeit im echten Leben funktioniert.

Die meisten Ausbildungen bereiten dich fachlich vor — aber nicht beruflich

In vielen Ausbildungen steckt unglaublich viel Fachwissen.

Anatomie.
Trainingslehre.
Methodik.
Didaktik.
Philosophie.
Körperarbeit.

Aber kaum jemand spricht darüber,
wie man danach tatsächlich startet.

Nicht theoretisch.
Sondern praktisch.

Zum Beispiel:

  • Muss ich ein Gewerbe anmelden?
  • Bin ich freiberuflich?
  • Welche Versicherung brauche ich?
  • Wie schreibe ich Rechnungen?
  • Was darf ich verlangen?
  • Wie bekomme ich überhaupt Teilnehmer?
  • Muss ich auf Social Media aktiv sein?
  • Was passiert steuerlich?
  • Und was, wenn niemand bucht?

Viele Frauen erzählen mir:
„Ich dachte nach der Ausbildung, ich müsste jetzt einfach loslegen können.“

Aber genau da beginnt oft die Überforderung.

Niemand spricht über die Angst hinter dem Traum

Viele Frauen starten ihre Ausbildung mit echter Begeisterung.

Sie wollen etwas Sinnvolles machen.
Mit Menschen arbeiten.
Gesundheit weitergeben.
Vielleicht unabhängiger werden.
Vielleicht nach der Elternzeit beruflich neu anfangen.
Vielleicht endlich etwas Eigenes aufbauen.

Doch nach der Ausbildung kommt plötzlich die Realität.

Und die besteht oft nicht aus Yoga, Pilates oder Bewegung —
sondern aus Unsicherheit.

Denn plötzlich geht es um:

  • Geld,
  • Sichtbarkeit,
  • Verantwortung,
  • Organisation,
  • Steuern,
  • Technik,
  • Marketing,
  • Selbstzweifel.

Und genau darüber wird in vielen Ausbildungen kaum gesprochen.

Das Problem ist nicht fehlende Kompetenz

Die meisten Frauen scheitern nicht daran, dass sie schlechte Trainerinnen wären.

Sie scheitern daran,
dass sie versuchen, alles gleichzeitig perfekt machen zu wollen.

Perfekte Website.
Perfektes Branding.
Perfektes Konzept.
Perfekte Social-Media-Seite.
Noch eine Ausbildung.
Noch ein Zertifikat.

Dabei wäre oft etwas anderes wichtiger:

Einfach anzufangen.

Mit einer kleinen Gruppe.
Mit einem ersten Kurs.
Mit echten Erfahrungen.

Denn Selbstständigkeit lernt man nicht nur durch Theorie.
Sondern durchs Tun.

Viele Frauen glauben, sie müssten sofort „komplett selbstständig“ sein

Das ist einer der größten Denkfehler überhaupt.

Die wenigsten erfolgreichen Trainerinnen sind von heute auf morgen all-in gegangen.

Viele starten nebenberuflich.
Langsam.
Mit einem Kurs pro Woche.
Mit kleinen Gruppen.
Mit ersten Kooperationen.

Und genau das ist oft der klügere Weg.

Du musst nicht sofort alles riskieren.
Du musst nicht sofort davon leben können.
Du musst nicht sofort perfekt sein.

Aber du musst anfangen, praktische Erfahrungen zu sammeln.

Was dir wirklich hilft

Nicht noch fünf weitere Ausbildungen.

Sondern:

  • Klarheit,
  • Orientierung,
  • echte Praxiserfahrung,
  • ehrliche Einblicke,
  • und Menschen, die dir erklären, wie der Alltag wirklich aussieht.

Denn zwischen „eine gute Trainerin sein“ und „davon leben können“ liegt ein riesiger Unterschied.

Und genau diesen Teil müssen viele Frauen sich später mühsam selbst beibringen.

Mit Google.
Mit YouTube.
Mit ChatGPT.
Mit Foren.
Mit Fehlern.
Mit Unsicherheit.

Dabei wäre es so wichtig, dass genau darüber viel früher gesprochen wird.

Du musst nicht alles sofort wissen

Das ist vielleicht der wichtigste Punkt überhaupt.

Du musst nicht sofort alle Antworten haben.

Nicht auf jede steuerliche Frage.
Nicht auf jede organisatorische Unsicherheit.
Nicht auf jedes Business-Thema.

Aber du solltest verstehen:
Selbstständigkeit ist kein Talent.
Sie ist ein Prozess.

Und genau wie Bewegung lernt man auch das Schritt für Schritt.

Die meisten erfolgreichen Frauen sind nicht gestartet, weil sie keine Angst hatten.

Sondern weil sie irgendwann verstanden haben:
„Ich werde unterwegs lernen.“

Und vielleicht ist genau das der Punkt,
an dem du gerade stehst.

Krafttraining in der Schwangerschaft – was sagt die aktuelle Studienlage wirklich?

Funktionelles Krafttraining für Schwangere mit Fokus auf Stabilität und Körperkontrolle

Wenn es um Sport in der Schwangerschaft geht, halten sich viele Empfehlungen erstaunlich hartnäckig – vor allem beim Thema Krafttraining. „Nicht zu schwer“, „keine Pressatmung“, „keine Rückenlage“: Diese Regeln werden häufig weitergegeben, obwohl sie selten auf konkreten Messdaten beruhen.

Eine aktuelle Studie im British Journal of Sports Medicine hat genau diese kritischen Punkte untersucht – nicht theoretisch, sondern mit direkten physiologischen Messungen.

Die Studie auf einen Blick

Moolyk et al. (2024/2025) untersuchten 20 Frauen, darunter 10 gesunde Schwangere im durchschnittlich 26. Schwangerschaftswoche sowie 10 nicht schwangere Frauen als Vergleichsgruppe.

Die Teilnehmerinnen führten klassische Kraftübungen aus:

  • Kniebeugen (Back Squat)
  • Kreuzheben (Deadlift)
  • Bankdrücken (Bench Press, bewusst in Rückenlage)

Die Intensität wurde schrittweise gesteigert, zusätzlich wurde auch das im Kraftsport übliche Valsalva-Manöver (Pressatmung) zugelassen.

Was wurde gemessen?

Im Mittelpunkt standen nicht subjektive Einschätzungen, sondern objektive Parameter:

  • fetale Herzfrequenz mittels Ultraschall
  • Marker des Nabelschnur-Blutflusses (als Hinweis auf die fetale Versorgung)
  • mütterliche Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Blutdruck
  • Stoffwechselreaktionen (Glukose, Laktat)

Zentrale Ergebnisse

Die Kernaussage der Studie ist bemerkenswert klar:
Weder bei der Mutter noch beim Fetus zeigten sich Hinweise auf eine akute Gefährdung durch hochintensives Krafttraining, selbst unter Bedingungen, die häufig als „kritisch“ gelten (hohe Lasten, Pressatmung, Rückenlage).

Die gemessenen fetalen Herzfrequenzen und Durchblutungsparameter blieben innerhalb physiologischer Bereiche. Auch die mütterlichen Vitalparameter zeigten keine bedenklichen Abweichungen.

Was bedeutet das – und was nicht?

Diese Ergebnisse bedeuten nicht, dass jede Schwangere „schwer trainieren sollte“. Die Studie ist klein, betrachtet akute Effekte und bezieht sich auf gesunde, komplikationslose Schwangerschaften.

Sie zeigt aber sehr deutlich:

  • Pauschale Warnungen vor Krafttraining sind wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.
  • Für gesunde, trainierte Schwangere kann auch höher dosiertes Krafttraining physiologisch gut tolerierbar sein.
  • Entscheidend sind individuelle Voraussetzungen, saubere Technik, sinnvolle Belastungssteuerung und das Wissen um medizinische Kontraindikationen.

Auch große Fachgesellschaften wie das American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) betonen inzwischen klar, dass körperliche Aktivität – einschließlich Krafttraining – in der Schwangerschaft grundsätzlich sicher und ausdrücklich erwünscht ist, sofern keine Gegenanzeigen bestehen.

Fazit

Nicht „das Gewicht“ ist das Problem, sondern fehlende Differenzierung.
Aktuelle Forschung zeigt: Schwangerschaft und Krafttraining schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Was es braucht, ist Wissen statt Verbote und individuelle statt pauschaler Empfehlungen.