Wer als Fitnesstrainerin arbeitet, kennt das Gefühl:
Die Sommerferien stehen vor der Tür und statt Vorfreude auf Erholung beginnt oft das Grübeln.
Kann ich überhaupt Urlaub machen?
Was passiert mit meinen Teilnehmern?
Kommen sie danach wieder?
Melden sie sich vielleicht woanders an?
Diese Gedanken kenne ich gut. Und ich weiß, dass viele Trainerinnen genau deshalb jahrelang kaum Ferien machen.
Dabei ist genau das langfristig einer der größten Fehler.
Trainerinnen sind keine Maschinen
Wir begleiten Menschen.
Wir motivieren.
Wir planen Kurse.
Wir organisieren.
Wir hören zu.
Wir tragen Verantwortung.
Und genau deshalb brauchen wir Erholungsphasen.
Trotzdem haben viele Trainerinnen das Gefühl, ständig verfügbar sein zu müssen.
Als würde jede Woche Kursausfall sofort zum Verlust von Teilnehmern führen.
Meine Erfahrung aus vielen Jahren Kursarbeit zeigt etwas anderes.
Professionelle Anbieter planen Ferien
Bei superMAMAfitness gibt es seit vielen Jahren feste Ferienzeiten.
Insgesamt finden etwa sechs Wochen im Jahr keine regulären Kurse statt.
Die Ferien verteilen sich auf:
- Osterferien
- Sommerferien
- Herbstferien
- Weihnachtsferien
Das kommunizieren wir offen und frühzeitig.
Die Teilnehmer wissen das.
Und sie akzeptieren es.
Warum?
Weil professionelle Angebote professionelle Strukturen brauchen.
Ein interessanter Vergleich
Musikschulen schließen in nahezu allen Schulferien.
Viele sind zusätzlich an Brückentagen geschlossen.
Trotzdem bezahlen die Kunden ihre Beiträge weiter.
Niemand erwartet, dass eine Musiklehrerin 52 Wochen im Jahr unterrichtet.
Warum sollten wir als Trainerinnen andere Maßstäbe an uns selbst anlegen?
Ferien schaffen Qualität
Erholung ist kein Luxus.
Erholung ist eine Voraussetzung für gute Arbeit.
Wer dauerhaft ohne Pause arbeitet:
- verliert Energie
- verliert Kreativität
- verliert Freude am Beruf
Wer dagegen bewusst Auszeiten einplant, kann langfristig bessere Kurse anbieten und Menschen besser begleiten.
Mein Tipp für Trainerinnen
Plane deine Ferien frühzeitig.
Kommuniziere sie klar.
Stehe dazu.
Und betrachte Ferien nicht als Schwäche, sondern als Teil eines professionellen Geschäftsmodells.
Denn Gesundheit als Beruf bedeutet nicht nur, sich um die Gesundheit anderer zu kümmern.
Sondern auch um die eigene.
