superMAMAfitness-Trainerin Karina Hauler aus München – Trudering

Hallo ihr lieben Mamas und Blog-Leserinnen,

ich bin die Karina. Mutter einer wunderbaren kleinen Tochter und frischgebackene superMAMAfitness-Trainerin. Seit ziemlich genau einem Monat gebe ich zweimal wöchentlich meine Sportkurse in Zorneding und bald auch in München-Trudering. In dieser kurzen Zeit ist natürlich auch noch keine Vielzahl an witzigen und erzählenswerten Anekdoten zusammengekommen. Aber ich kann euch heute einen kleinen, hoffentlich spannenden oder wenigstens unterhaltsamen Einblick in meine neu aufgenommene Arbeit als prä- und postnatale Fitnesstrainerin gewähren.

Lich – die Wiege der superMAMAfitness-Trainerinnen
Am Anfang dieses Beitrags steht natürlich meine Ausbildung. Diese habe ich, wie fast jede andere superMAMAfitness-Trainerin, in Heikes Turnfabrik in Lich absolviert. Und ihr könnt es euch sicher schon denken. Die größte Herausforderung lag bereits in der Anreise. Nun haben wir ein ziemlich geräumiges Auto. Und dennoch: 3 Personen, 3 Koffer, 2 Kinderwägen (einer für das Baby und einer für das Outdoor-Training) und die vielen vielen anderen Dinge, die man sowieso für das Reisen mit einem Kind benötigt, müssen erst einmal untergebracht werden. In solchen Fällen ist man immer wieder froh in der Kindheit so viel Tetris am GameBoy gespielt zu haben. Nach einigem Hin und Her und geschicktem Gestapel haben wir tatsächlich alles im Kofferraum untergebracht. Eine großartige Leistung.
Die Ausbildung in Lich war sehr lehrreich und spannend. Die Praxis stand hierbei im Vordergrund. Das heißt genau genommen: Sport, Sport und nochmal Sport. Am Ende jedes Tages stand eine kurze Lehrprobe auf dem Programm. Als besonders herausfordernd empfand ich das Beckenbodentraining. Es ist ja doch sehr abstrakt. Ich war etwas unsicher ob ich die Übungen auch wirklich richtig vermitteln könnte. Und natürlich habe ich ausgerechnet diesen Teil für meine Prüfung zugelost bekommen. Meine Sorgen waren aber unbegründet. Heike hatte gleich am Morgen eine Extrastunde ausschließlich zu diesem Thema angesetzt. Und dabei hat sie es geschafft auch mir die Wichtigkeit und die richtige Ausführung des Beckenbodentrainings näher zu bringen. Danach war es ein Leichtes die Lehrprobe zu absolvieren.

Tetris im Kofferraum. Die Koffer sind hier noch gar nicht mit drin

Tetris im Kofferraum. Die Koffer sind hier noch gar nicht mit drin

Aubildung in Lich

Aubildung in Lich

Die ersten Schritte – gar nicht mal so einfach
Kaum Zuhause angekommen habe ich mich an die Arbeit gemacht. Zuerst waren die bürokratischen Hürden zu meistern. Nichts schien so zu Laufen wie ich es mir gewünscht hatte und von unerwarteten Seiten wurden mir unnötig Steine in den Weg gelegt. Teilweise vermutete ich mein Projekt schon vor dem Start am Ende. Am meisten Kopfzerbrechen bereitete mir die Standortfrage. Nichts passte und nirgends waren wir erwünscht. Schließlich entschied ich mich einfach erstmal mit einigen Kompromissen loszulegen und darauf zu hoffen, dass sich alles noch fügen wird. Und so habe ich in dem einen Monat schon mehrfach die Location gewechselt. Dabei habe ich aber auch feststellen dürfen, dass es doch auch nette Menschen gibt die offen mit einem umgehen und die einem helfen möchten erfolgreich zu starten. Mit meinem aktuellen Standort bin ich mehr als zufrieden und auch meine Teilnehmerinnen fühlen sich sehr wohl. Wir haben dort einen schönen Raum und eine große Wiese für das Training zur Verfügung – einfach perfekt. Ein weiterer Umzug steht also so schnell nicht mehr auf dem Plan.

Der schöne Trainingsraum in der evang. Kirche

Der schöne Trainingsraum in der evang. Kirche

Die großzügige Wiese

Die großzügige Wiese

Werbung – zählt “über seinen Schatten springen“ auch als Sport?
Nachdem ich nun offiziell alles auf den Weg gebracht hatte, stellte sich eine entscheidende Frage: Woher bekomme ich nun meine Teilnehmerinnen?

Ich entschied mich für eine groß angelegte Flyer-Aktion. Ich entwarf ein kleines Flugblatt mit allen Informationen zu meinem Angebot und bestellte davon eine aberwitzig hohe Stückzahl. Als dann endlich die schweren Pakete mit dem vielen Papier bei mir eintrafen fing die eigentliche Arbeit erst an: In jedem Briefkasten in der gesamten Gemeinde sollte ein Exemplar landen.
Bei schönsten Wetter machten wir uns auf den Weg. Hilfe bekam ich von meiner kleinen Tochter, meiner Mama, meinem Papa und den drei Familienhunden. Und so gingen wir von Haus zu Haus und überall warfen wir den Flyer ein. Unglaublich wie viele Briefkästen es gibt. Und noch unglaublicher ist es wie viele Straßen man in seinem eigenen Wohnort noch gar nicht kennt. Und am aller unglaublichsten ist es wie viele Leute im Besitz einer dieser super nervigen „Bitte keine Werbung“-Aufkleber sind. Da sieht man dann den Kinderwagen vor der Haustüre stehen oder es ist ein Storch daran angebracht … und dann darf man seinen Flyer nicht einwerfen. Frustrierend.

Was ich total unterschätzt hatte ist, wie unangenehm es sein kann so nahe in den “individuellen Raum“ anderer Menschen “einzudringen“. Klar, wir waren nur an den Briefkästen. Doch oft sind diese direkt an der Wohnungstüre angebracht. Manchmal wenn ich gerade meinen Flyer einwerfen wollte wurde diese dann sofort aufgerissen. Ich sage es euch, da bekommt man einen riesen Schreck. Und man fühlt sich gleich so als würde man etwas Verbotenes machen. Ich musste also für diese Arbeit gewaltig über meinen Schatten springen. Im Nachhinein ist es aber eine lustige Erfahrung und es war sicherlich nicht die letzte Flyer-Aktion von mir.

Ich beim Verteilen

Ich beim Verteilen

Mein Flyer

Mein Flyer

Nach getaner Arbeit: hundemüde

Nach getaner Arbeit: hundemüde

Natürlich wurden wir aber am ersten Tag nicht komplett fertig. Und so lief ich noch einmal alleine los. Ganz nebenbei erwähnt war auch noch Feiertag. In einem Garten saß eine alte Frau mit der gesamten Familie bei Kaffee und Kuchen. Als sie mich beim Verteilen erspähte fragte sie etwas in die Runde. Auch wenn ich es nicht ganz verstanden habe, konnte ich es mir anhand der Antwort ihrer Tochter aber ungefähr zusammenreimen, denn diese sagte: “Mama, diese Leute leben davon. Die müssen dann halt auch am Feiertag arbeiten.“ Herrje. Mein Gefühl lässt sich am besten als eine Mischung aus Belustigung und Scham beschreiben 😉
Mein Mann hat mit sowas glücklicherweise kein Problem. Und peinlich wird ihm so schnell auch nichts. Also übernahm er die restliche Tour. Mit dem Fahrrad ist man auch wesentlich schneller unterwegs als mit dem Kinderwagen. Aber wohin mit den Flyern? Die Lösung war so einfach wie elegant …. aber seht selbst:

Karina08

Meine Mamas – einfach die Besten
Die Flyer-Aktion war furchtbar aufwendig. Aber leider nicht sehr effektiv. Ich bekam kaum eine Reaktion darauf. Das war wirklich sehr schade. Manchmal dauert es halt einfach auch ein bisschen bis eine Werbemaßnahme greift.
Aber dafür ist eines unbezahlbar: Viele meiner Teilnehmerinnen sind die lieben Mamas, die ich durch meine kleine Tochter schon vor längerer Zeit kennenlernen durfte. Und die wiederum bringen ihre Freundinnen mit und machen immer fleißig Werbung für mich. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar. Und dadurch ist mittlerweile eine prima Truppe entstanden. Das Training macht einfach großen Spaß. Beim Cardio-Teil wird “getanzt“ und geschwitzt was das Zeug hält, jeder ist hochmotiviert dabei … aber insgeheim freuen wir uns alle auch ein bisschen dass es keine Spiegel im Raum gibt 😉 Das Schönste aber ist: Wir alle haben in etwa die gleichen Ziele. Wir alle sind Mamas und in der gleichen Situation. Niemand braucht sich hier für irgendetwas zu schämen. Wir alle möchten ein gesünderes und fitteres Leben führen. Nicht zuletzt für unsere geliebten Kinder. Ich bin furchtbar stolz auf meine fleißigen Teilnehmerinnen. Sie sind einfach spitze und machen meinen neuen Job zum Besten der Welt!

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