Familienbett mit 3 Kindern

Das Familienbett – ein Thema das ganze Elternschaften spaltet! Ich stehe dazu! Immer wieder. Das Familienbett, wenn man alle Sicherheitsmaßnahmen beachtete ist eine Bereicherung für alle und führt zu ruhigen Nächten.

Aber von Anfang an. Eins habe ich als Mutter schnell gemerkt, dass Thema Schlaf ist das Topthema nicht nur unter Müttern, sondern auch gänzlich unbeteiligte Menschen fragen ständig: „Schläft  es schon durch?“.

 

  Als Einsteigermama kann man ganz schnell mitschwimmen im Strom der „Babyschlafgesellschaft“. Sehr schnell! Dann wird es extrem stressig für alle Familienmitglieder. Ich habe es selbst erlebt und ich bin gewiss gar nicht leicht beeinflussbar. Ich habe mich einfach nicht richtig damit beschäftigt und habe meine eigenen Erfahrungen gemacht. Das Thema Baby ist eine ganze Industrie – mit Millionen Umsatz.

Exakt vor 5 Jahren ist mein kleinergroßer Mann geboren. Zwar habe ich schon einige Jahre als Prä- und postnatale Trainerin gearbeitet, aber ein eigenes Baby – rund um die Uhr – nein, weit ab von meiner Vorstellung.

Die ersten 4 Wochen waren schrecklich mit Baby! Eine Geburt – die in einem ungewollten Kaiserschnitt endete und viel zu viele Menschen die einem irgendetwas sagen wollte! Heute – 3 Kinder später – kann ich mir gar nicht erklären, wieso ich auch nur einen einzigen Ratschlag von scheinbar  völlig unqualifizierten Menschen ernst genommen habe. Das muss die pure Verzweiflung gewesen sein. Mein schreiendes Baby hat mir irgendwie ständig gesagt, dass ich alles falsch mache.

Die Tipps reichten von schreien lassen, alleine ins Bett legen, nicht so viel rumtragen und bloß nicht verwöhnen! Schrecklich! Keine Angst – das haben wir so nicht gemacht!

Intuitiv war uns klar, dass diese Tipps nicht von liebevollen Eltern kommen können. Das meine ich ernst! Hast du schon mal ein 4 Wochen altes Baby gesehen, dass Dich extra ärgert? Nein, eben, deswegen funktionieren die Tipps der Uroma auch nicht, dass Baby stundenlang schreien zu lassen, damit die Lungen gestärkt sind.

Und dann traf ich „meine Retterin“ – die Kinderkrankenschwester und Stillbegleiterin aus dem Krankenhaus.

Im wöchentlichen Stillcafe half sie allen Frauen – oft nur durch zuhören und bestärken, dass man Intuitiv das richtige mache.

Seit dieser Zeit haben wir ein Familienbett. Mein mittleres Mädchen hat mit ihren zwei Jahren kein eigenes Bett – aber einen festen Platz im Familienbett.

Mein Sohn ist mit 4 ausgezogen, weil er ein Hochbett haben wollte – so ein cooles Woodland Spielebett mit Steuerrad und Rutsche.

Vor kurzem – zum Ende meiner Schwangerschaft mit unserem 3.Kind – ist er wieder eingezogen. Übrigens gab es keinerlei Widerstand der Eltern.

Warum?  Wie soll den ein 4jähriger verstehen, warum die gesamte Familie in einem Bett schläft und er nicht?  Richtig, geht nicht!

Seit der Geburt unserer Kleinen sind wir jetzt also zu Fünft in unserem Familienbett:-)

Und es ist stressfrei – morgens sind wir ausgeschlafen und zwar alle. Meistens jedenfalls.

Natürlich hat unser Baby auch mal eine schlechte Nacht – aber die Nähe zur Mama und hin und wieder eine Bauchmassage mit 4-Winde-Öl helfen Wunder.

Und ich schlafe – wie Tausende andere MAMAS – beim Stillen im Liegen direkt wieder ein.

In meinen Kursen sind oft Mamas die völlig übernächtigt sind, so wie ich in den ersten 4 Wochen mit Kind Nummer 1. Ich hoffe ich kann Ihnen – genauso wie mir damals das  Stillcafe geholfen hat – genauso ungezwungen helfen. In den 5 Jahren Mutterschaft ging es mir nie mehr so schlecht, wie in den ersten 4 Wochen damals.

Natürlich bin ich viel mutiger geworden und habe mich weitergebildet – eine vertrauensvolle Bindung ist die wichtigste Basis für eine wunderbare Kindheit. Das versuche ich mir immer wieder bewusst zu machen und genauso versuche ich es auch umzusetzen. Es wird immer besser – hoffe ich!

Herzlichst Heike

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1 Kommentare

  1. Liebe Heike, ich hab anfangs auch viel zu sehr auf andere gehört, habs aber dann trotzdem so gemacht wie ich es nach meinem Bauchgefühl für richtig fand. Er hat also bei uns geschlafen, ich hab ihn nach Bedarf gestillt (und er hat auch mal zur Beruhigung genuckelt, weil er keinen Schnuller wollte), Breifrei, Stoffwindeln (ok, Teilzeit-Stoffwindeln, in der Nacht und unterwegs Wegwerfe) etc. – und siehe da, mit 13 Monaten hat er sich selbst abgestillt (er nuckelt also nicht noch mit 4 an der Brust, wie mir viele prophezeit haben ;-)), und er schläft auch meist im eigenen Zimmer mittlerweile (wenn auch auf einer großen Matraze, so das wir uns zu ihm legen können, wenn er das braucht (phasenweise braucht er einfach die Nähe).
    Bin gespannt, wie es mir beim zweiten Kind gehen wird, ob ich mich da auch weniger stresse wegen den anderen – ich denke schon 😉 Liebe Grüße aus Wien, Ulli

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